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Projekte

Geplante Projekte

Ein weiteres Projekt soll im Herbst 2018 initiiert werden: MOSH (gesättigte Mineralöle) und MOAH (aromatische Mineralöle) sind chem. Verbindungen, welche aus unterschiedlichsten Eintragungsquellen in ein Lebensmittel gelangen können. MOSH kann sich im Körper ansammeln und Granulome bilden. MOAH beinhaltet viele Verbindungen, welche noch nahezu unerforscht sind und vermutliche mutagene und karzinogene (krebserregende) Substanzen beinhaltet. Von der Thematik betroffen sind Verpackungen und diverse Lebensmittel.

Weder für MOSH noch MOAH gibt es derzeit gesetzliche Grenzwerte für deren Auftreten in Lebensmitteln. Die derzeit eingesetzten Methoden zur Ermittlung von MOSH/MOAH liefern oft falschpositive Befunde. Die Europäische Kommission fordert Analysen von Lebensmitteln und deren Verpackungsmaterial in Bezug auf Mineralöl bis Herbst 2018. Ziel ist die Entwicklung einer Schutzstrategie gegen MOSH / MOAH für die österreichische Lebensmittelbranche.

 

Projektstart: Herbst 2018

Steigende gesetzliche Anforderungen, aber auch Anforderungen der Gesellschaft, des Marktes und des technischen Fortschritts sorgen für immer mehr Bedarf an spezialisiertem Wissen - dieses Wissen intern abzudecken wird immer schwieriger. Theoretische Ausbildungen der Mitarbeiter ohne Praxisbezug reichen oft nicht mehr, um den Anforderungen der Praxis gerecht zu werden.

 

Um diesen Problemen entgegen zu wirken, wird die GLi Akademie als Plattform für Workshops und ERFA-Runden zu Themen der Lebensmittelsicherheit gegründet. Hier werden aktuelle Themen aus unseren Branchenprojekten aufgegriffen. Dadurch können Themen behandelt werden, die in der Praxis höchstrelevant sind. Erste Schulungen werden im Herbst 2018 angeboten. Bei Interesse können gerne nähere Informationen zugesendet werden.

Laufende Projekte

Ziel des Projekts ist die Analyse, Kontrolle und Verbesserung der Hygienesituation in der Produktionsumgebung unter besonderer Berücksichtigung der Produktions-, Lüftungs- und Gebäudetechnik. Hierzu zählen neben der Umsetzung auf der anlagenbaulich-technischen Seite ebenfalls Studien in lebensmittelverarbeitenden Unternehmen zur Anwendung und Optimierung von Reinigungs- und Dekontaminationskonzepten in Verbindung mit der Etablierung von innovativen, robusten und schnellen Keimnachweis- und Trackingverfahren.  

 

Die Projektziele umfassen eine Steigerung der Produktionseffizienz durch innovative Nachverfolgung von Keimausbreitungswegen mittels neuer Verfahren, verkürzte Standzeiten für Reinigung und Desinfektion, die Steigerung der Produktsicherheit sowie den know-how Aufbau und die Kompetenzentwicklung im Bereich der Produktions- und Gebäudetechnik für Lebensmittelverarbeiter und Anlagenbauer und damit die Stärkung des Wirtschaftsstandortes Österreich.

Aus den gewonnenen Ergebnissen werden schließlich Empfehlungen als Basis zur Erstellung von Leitlinien für die Branche abgeleitet.

Bei dem EU-Projekt „volTech“, in Zusammenarbeit mit der BOKU Wien, ist die GLi zum zweiten Mal als Konsortialführer tätig. Durch die thermische Erhitzung beim Haltbarmachen von Lebensmitteln gehen wertvolle Inhaltsstoffe, besonders Vitamine, Proteine und Enzyme verloren. Im Projekt wird versucht, durch veränderte Verfahren, diese Inhaltsstoffe zu erhalten. Ziel des Projekts ist die Verbesserung von Erhitzungs- und Haltbarmachungsprozessen sowie die Evaluierung neuer Möglichkeiten im Bereich des Anlagenbaus.

 

 

 

Das Projekt „CampControl“ widmet sich dem pathogenen Keim Campylobacter in Geflügelaufzuchtbetrieben und ist aufgebaut auf den Daten des EU-weiten Projektes „CamChain“.

 

Campylobacterinfektionen sind mittlerweile die häufigste lebensmittelbedingte Infektionserkrankung in Österreich.

Als Hauptinfektionsquelle gilt belastetes Geflügelfleisch.

Die Eindämmung von Campylobacter während des Schlacht- und Zerlegeprozesses ist aufgrund legistischer und technologischer Grenzen schwierig zu bewerkstelligen.  Deswegen muss bereits in der Geflügelmast angesetzt werden, indem der Infektionsdruck verringert wird.

 

Im Projekt werden vergleichbare Versuchsställe definiert, in denen nach einer Grundbelastungserhebung die gemeinsam definierten Interventionsmaßnahmen durchgeführt und anschließend evaluiert werden. Am Schluss werden die Auswertungen mit den Grunderfassungsdaten verglichen und die Interventionen bewertet. Der Output wird als Empfehlungs-Leitfaden an die Branche disseminiert.

Abgeschlossene Projekte

Der Risikofaktor der humanpathogenen Keime in Lebensmitteln und vor allem in Fleisch und Fleischwaren stellt heutzutage eine der häufigsten Ursachen für betriebsinterne Warensperren wie auch für öffentliche Rückrufaktionen dar. Im Vorfeld nicht kalkulierbare wirtschaftliche und gesundheitliche Folgen eines lebensmittelbedingten Krankheitsausbruchs haben die For-schung in den letzten Jahren mit einer Vielzahl von möglichen Ansätzen auf dieses Problem reagieren lassen. Allerdings konnten nur wenige der Verfahren bis heute standardisiert und in ihrer Wirksamkeit ausreichend geprüft werden. Im vorliegenden Branchenprojekt wurden da-her innovative Lösungsansätze für die Problemkeime Listeria monocytogenes, Salmonella spp., Campylobacter spp. und EHEC in Fleischwaren evaluiert. Die Ergebnisse dieser Arbeiten werden in der vorliegenden Publikation der gesamten Branche zur Verfügung gestellt. Primär wurden die Produktgruppen Frischfleisch (mariniert), Geflügel, Fisch, Koch- und Rohpökelwaren, Rohwurstwaren, Brüh- und Fleischwürste im Projekt behandelt.

 

Projektzeitraum 01.01.2012 – 28.02.2014

 

Disseminationspapier hier downloaden.

Ausgangspunkt für das vorliegende Projekt ist das durch die FFG genehmigte und mit Ende März 2014 abgeschlossene, zweijährige Branchenprojekt „Pathogene Keime“ (FFG Projekt Nr. 835133 und 840462). In diesem Projekt wurden Primärkontaminationen sowie Eliminie-rungsmethoden von pathogenen Keimen auf Fleischwaren erforscht und validiert.
Die daraus entstandenen Maßnahmen und Empfehlungen tragen zu einer signifikanten Ver-ringerung des Keimdrucks bei. Um eine wirklich umfassende Keimverhinderungsstrategie für österreichische Fleischwaren zu schaffen, mussten neben den Möglichkeiten zur Eliminierung von Kontaminationen durch Herstellungsverfahren nun auch die Möglichkeiten zur Verhinde-rung von Rekontaminationen mittels Prozess- und Anlagendesign bei der Herstellung von Fleischwaren erforscht werden. Dabei wurde der Schwerpunkt auf die pathogenen Keime Listeria monocytogenes, Salmonella ssp., Campylobacter ssp., Staphylococcus aureus sowie EHEC gelegt.
Besonders über das Zusammenspiel der unterschiedlichen Kontaminationsfaktoren und deren Wechselwirkungen auf Produktionsanlagen waren zum Start des Projekts noch wenig fundierte und validierte Erkenntnisse vorhanden. Dieser Punkt stellte daher auch einen Schwerpunkt der technischen Zielsetzungen dar.

 

Projektlaufzeit: 01.05.2014 – 30.06.2017

 

Disseminationspapier hier downloaden.